Bericht vom Seth-Treffen 2006

Verfasst von Richard Dvořák am .

Seth-Freunde Jahrestreffen 2006Obschon das Programm für dieses Treffen schon seit Mai feststand, kam bedingt durch den Absturz unseres Internetforums Anfang September Atemlosigkeit auf. Mails flitzten zwischen Deutschland und der Schweiz hin und her, dass die Funken in den Internetkabeln nur so flogen und manchmal glühten auch die Telefondrähte. Aber es half alles nichts, die Technik blieb stumm.
Alle Beteiligten gaben ihr Bestes und fuhren dann vertrauend auf das innere Internet zum Treffen. Und dann lief doch alles besser als befürchtet. Klar gab es kleine Pannen, aber wie sagt Seth so schön: Ihr bekommt das, worauf ihr euch konzentriert, deswegen will ich lieber von dem Schönen erzählen.

Weitere Fotos vom Treffen gibt es übrigens in der Fotogalerie


IMG_9136.highlightDie Ankunftssymbolik war gut: Hohenwart begrüßte uns mit goldenem Oktoberwetter und Imelda mit einem großen Korb herrlich duftender Äpfel aus der enormen Erntefülle ihres Gartens (ich hoffe, dass jeder einen bekommen hat).
Wie immer gab es ein großes Hallo bei denen, die sich z.T. bereits seit Jahren kennen, aber auch die Neuen waren schnell integriert und ich hatte das Gefühl, dass sie sich wohl fühlten. Zum Auftakt gab es die Vorstellungsrunde, die immer eine gewisse Vertrauensatmosphäre schafft, und danach eine kräftige Mahlzeit.

IMG_9154.thumb So gestärkt, machten wir uns an den ersten Abend, der mit Geschenken an alle eröffnet wurde. Kerstin, Mirjam und Ritchie hatten allerlei kleine Geschenke mitgebracht (ich hatte es leider total vergessen) und sie dekorativ in die Mitte des Raumes platziert. Alle sahen sich zunächst alles ausgiebig an, dann durfte sich jeder eines nehmen. Anschließend erzählte Jeder, warum er gerade dieses und kein anderes genommen hatte. Hatte Jeder das bekommen, was er wollte oder war jemand Anderes schneller gewesen? Sehr schöne Geschichten wurden da erzählt und vor allem gab es viel Gelächter. Dann kam der inoffizielle Teil und der dauerte sehr, sehr lange. Na ja, die Nacht wurde dann sehr kurz und viele mögen etwas schneller geschlafen haben als üblich.

Nach einem ausgiebigen Frühstück am Samstagmorgen gab es die ersten beiden Workshops. Imeldas Workshop stand unter dem Motto „Fühlen und Vertrauen“. Es wurden Paare gebildet, und jeweils einem Beteiligten wurden die Augen verbunden, während der andere führte und umgekehrt. „Symbole“ war mein Workshop. Nun kann ich natürlich selbst nicht sagen, ob er gut war, aber ich bekam viel positives Feedback.

IMG_9352.thumbNachmittags gab Ritchie seinen kreativen Workshop: Er hatte Plastikrohre mitgebracht, wie man sie üblicherweise für Abflüsse benutzt. Daraus sollten Didgeridoos gebaut werden. Außerdem hielt Ingrid Schöpe einen Vortrag über Viktor Frankl, dem bekannten Psychotherapeuten und Begründer der Logotherapie. Sie zeigte auf, dass Frankls Gedanken- und Ideengut viel mit den Aussagen von Seth gemeinsam hat. Am Abend wurden dann die Erkenntnisse und Ergebnisse der verschiedenen Workshops vorgestellt. Den weitaus größten Eindruck machten die fertigen Digeridoos. Zu den Tönen und „Klängen“ dieser Musikinstrumente konnte zwar nicht getanzt werden, aber mit Sicherheit haben sie alle unguten Geister vertrieben, Halloween lässt grüßen. Anschließend gabs noch Musik und Tanz und auch dieser Abend wurde wieder sehr, sehr lang.

IMG_9411.thumbDer Sonntagmorgen stand unter dem Motto „Kooperation“. Ute Mitschke, unser Highlight des diesjährigen Treffens, half uns durch gezielte Übungen zu „fühlen“, wie unsere Glaubenssätze unsere Realität bestimmen, wie wir selbst unsere Absicht richten, also völlig frei selbst wählen, was wir zu erfahren wünschen. Das ist natürlich nur im JETZT erfahrbar. Dies alles war ein Gruppengeschehen, was wiederum aufgezeigt hat, das der Einzelne zwar für sich fühlt, dass dieses Fühlen aber immer nur in Zusammenarbeit mit Anderen geschehen kann. So umgibt uns Kooperation ständig, wir nehmen sie meist nur nicht wahr.

IMG_9304.thumb Nach dieser Erkenntnisarbeit hatten wir uns ein kräftiges Mittagessen verdient. Danach ging es dann in die Abschlussmeditation. Die meisten von uns hatten sich ein ganzes Jahr auf dieses Treffen gefreut und nun waren die drei Tage wie im Nu vorbei gegangen und der Augenblick des Abschiednehmens war da. Es gab herzliche Umarmungen, strahlende Augen und zumeist die Versicherung, zum nächsten Treffen wieder zu kommen.


Ich freue mich darauf und ein herzliches Danke an alle Beteiligten

Agnes

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